Der Mond ist das einzige Gestirn, auf dem wir mit bloßem Auge feste
Oberflächeneinzelheiten erkennen können. In den berühmtem Mondflecken sah man früher
den Mann im Mond, ein Kaninchen, das aus einem Gebüsch herausspringt,
ein Schiefgesicht, eine Spinnerin, zwei Kinder mit einem Wassereimer -
oder einen Bauern mit einem Bündel auf dem Rücken.
Auf die 100stel Sekunde genau und aktuell (UTC):
Es ist Sonnenlicht, das von unserer Erde
reflektiert auf den Mond gelangt. Das Erdlicht auf dem Mond ist gerade in dieser Zeit
sehr hell, da dann für einen Beobachter auf dem Mond fast 'Vollerde' herrscht -
die Tagseite der Erde ist dem Mond zugekehrt.
Der Mond bewegt sich in einem mittleren Abstand von 384 400 km auf einer
elliptischen Bahn um die Erde. Im erdnächsten Punkt (Perigäum engl: "perigee")
beträgt der Abstand im Extremfall 356 410 km, im erdfernsten Punkt (Apogäum engl:
"apogee") 406 740 km. Außerdem ist die Mondbahn gegen die Ekliptik (Erdbahnebene um die Sonne)
um 5° geneigt.
Die Schnittpunkte zwischen der Erd- und Mondbahn nennt man auf- und absteigender Knoten,
je nachdem ob der Mond die Ekliptik in Richtung S - N oder N - S überquert.
Der Mond benötigt für die Rotation um die eigne Achse die gleiche Zeit wie für einen
Erdumlauf (27,3 Tage), deshalb sehen wir immmer die gleiche Mondseite.
Der Teil, den wir sehen können (die Mondphase, engl: "waning gibbous" und "waning crescent") hängt jedoch davon ab,
wieviel der erdzugewandten Seite von der Sonne angestrahlt wird.
Bei Neumond ist der Erdtrabant unsichtbar. Seine dunkle Nachtseite ist der Erde
zugekehrt.
Etwa 2-3 Tage danach taucht abends im Westen eine zunehmende Sichel auf.
Pro Tag verspätet sich Auf- und Untergang des Mondes um durchschnittlich 50 Minuten.
Etwa 7 Tage nach Neumond ist Erstes Viertel (zunehmender Halbmond),
der im Durchschnitt bei Sonnenuntergang im Süden steht und um Mitternacht untergeht.
14-15 Tage nach Neumond ist Vollmond, der die ganze Nacht über sichtbar ist.
Bei einem Mondalter (engl: "age") von 22 Tagen folgt das Letzte Viertel
(abnehmender Halbmond), der im Mittel um Mitternacht aufgeht und bei
Sonnenaufgang im Süden sieht. Zuletzt steht die abnehmende Sichel in der
östlichen Morgendämmerung 2 bis 3 Tage vor Neumond.
Dann bleibt der Mond für 4-5 Tage unsichtbar.
Und noch was:
In klaren Nächten kann man schon mit dem bloßen
Auge viele Satelliten beobachten. |
©admirals-sailing 2005