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Silvester
auf
den Bahamas


Törn zu den Berrys
Logbuch

28. Dezember 1989 bis 5. Januar 1990

Route


Fort Lauderdale - Great Isaac - Little Stirrup Cay -
Great Harbour Marina - Petit Cay - Hawk's Nest -
Little Harbour Cay - Chub Cay - Great Bahama Bank -
Bimini - Fort Lauderdale
270 sm unter Segel - 160 sm unter Motor
430 sm gesamt


Skipper:
Christian Wirth
* 1945

Schiff:
"GREAT ESCAPE"
O'Day 40 ft Sloop

Crew

Dr. Volker S.

Anne B.

Carola S.

Claudia S.

Bettina D.

Jochen K.


Segeln in den Bahamas, das bedeutet "Traumurlaub" in einem der schönsten Ferienparadiese der Erde. Weiße Sandstrände, kristallklares, vom Golfstrom erwärmtes Meer, mildes und gesundes Klima, fremdartige Vegetation in exotischer Landschaft, Korallenriffe, Buchten... - so begann der Rundbbrief unseres Admirals für diesen Silvestertörn



Es wäre fast in Albtraum geworden, wenn man an den Zustand der Schiffe denkt - wir waren drei Schiffe in Flotte: In Brunos Yacht beispielsweise stand die Bilge voller Diesel, aber irgendwann haben sie dann ein Ersatzschiff gebracht, und auch sonst war die Firma "adventure sailing" keinesfalls empfehlenswert. Oder war 'Abenteuer' anders gemeint?





Als sich dann aber - nach der Schiffsübernahme in der Marina 'Ocean Resort' -



die Zugbrücke hebt, die über den Intercoastal Water Way



führt, und die Sektpfropfen knallen, kommen gradiose Gefühle auf: Der ganze Atlantik liegt vor uns...



Erstes Ziel war das LF Great Isaac, ein rostiger Leuchtturm auf einer Klippe an der Nordwestecke der Großen Bahama Bank, wo die Flotte dann zerfällt:
Die Segler von Schiff 2 und 3 wollen nach der weiten Strecke von Lauderdale hierher (ca. 60sm - außerdem mußten wir nachts den Golfstrom aussegeln bei einer Wassertiefe von 1000m!) und zu den Berrys sinds nochmals ca. 90sm: sie drehen lieber zu den Biminis ab...





Für Schiff 1 haben sich die Strapazen gelohnt: kurze Zeit später sind wir in einer der einsamsten (und urigsten) Ecken der Bahamas: 'The Berrys'.




An ihrer Ostseite segeln wir nach Süd, um dann - quer durch die Great Bahama Bank - nach Fort Lauderdale zurückzukehren.

Der Abenteuer erlebten wir einige.



Um Mitternacht fällt der Anker vor dem Westende von Little Stirrup Cay



auf 6m Wassertiefe, fliegende Fische umspielen uns, das Firmament zum Greifen nahe...

Tags drauf wagen wir die kitzlige Anfahrt - ein großer
"Kühlschrank" folgt uns -


(starker Querstrom - schlecht gekennzeichnet), offensichtlich kennt sich der auch nicht aus...
Ein netter Einheimischer rettet uns wild vom Ufer winkend im letzten Moment vor der falschen Einfahrt, wir feiern Silvester in der Marina.










Am 1. Januar laufen wir nördlich, passieren das Westend von L. Stirrup Cay, ankern bei Petit Cay



und suchen schließlich hinter Hawks Nest


Schutz - Böen bis 12Bft die ganze Nacht hindurch, am Morgen ist der Spuk vorbei - wir hatten vor 2 Bugankern einen Schwojkreis von ca. 140°! (der Tower des Airports dient uns als Seitenpeilung).

So schnell wie der Starkwind kam, ist er vorbei und wir wir nehmen in der Bucht ein Morgenbad.



13-25 am 2. Januar fällt der Anker in Little Harbour Cay, one of the best and prettiest harbors in the Berry Islands





Abends sind wir in


und am 3.1. starten wir zur Durchquerung der Bank.
20-15 werfen wir Anker auf 3m Wassertiefe Position
25°35,6'N 078°45'W und erreichen am 4. Januar 17-15 Alice Town auf Bimini-Island, wo Freund Hemingway in so mancher Bar gesessen haben soll...
Ablegen 22-45.
Eine der Tonnen
an der Passage durch
die Great Bahama Bank


Zitat:The Bank to the west is mostly shallow und cannot be naviagated except by shoal-draft vessels on the tide: wir habens trotzdem gewagt und geschafft!

Ansonsten:
Die Anfahrt gestaltete sich dramatisch:
Ein Crewmitglied kam zu spät zum Airport Frankfurt (Lokschaden), Gepäck kam nur wenig an (wir konnten erst einen Tag später auslaufen), und noch weniger zurück (Niedergang der PANAM)...

In Bimini hat uns ein Einheimischer den Außenborder geklaut, im Sand verbuddelt, um uns eine 'Drogenspende' abzupressen...
Auf der Heimfahrt nach Fort Lauderdale hat uns die Coast-Guard aufgebracht - aber, das ist eine längere Geschichte...
Und einen Hai


haben wir auch gesichtet...

Und: Im Intercoastal-Water-Way liegt stb. eine vierstöckige Yacht mit Helicopter obendrauf, alles ganz in Gold:
Der Eigner wird 28 Jahre später Präsident der USA!!!





















Auf dem Rückflug machten wir einen Abstecher nach New York,
samt Rundfahrt und -flug













Fotografiert haben meist Bettina und Anne,
aber auch andere Flotten-Mitglieder, danke!





Die Flotte:

Schiff 1
Skip: Christian
Dr. Volker S.
Jochen K.
Anne B.
Bettina D.
Carola S.
Claudia S.
Schiff 2
Skip: Bruno G.
Georg B.
Ursula B.
Hubert K.
Friedrich K.
Friedrich Z.
Richard W.
Schiff 3
Skip: Manfred M.-D.
Klaus O.
Helmut Geef
Ina W.
Dr. Siegfried W.








So sehen Astronauten die Berrys








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