Scilly Islands 2018


(Philosophie-Törn)

30. Juni bis 13. Juli 2018

Route Woche 1:


Route Woche 2:
St. Malo - St. Peter Port/Guernsey - Brixam - Plymouth - Fowey - Falmouth (227sm) -
Saint Mary's/Scillys - Tresco-Bryher/Scillys - Roscoff - Tréguier - Saint-Quay-Portrieux - St. Malo
274 sm unter Segel, 285 sm unter Motor, 559 sm gesamt
Navigation


Skipper
Christian Wirth

Sun Odyssee 49
"OUTREMER"
Crew Woche 1


Crew Woche 2

Skipper

Saint-Malo

Wer - wie der admiral - Fan von Chateaubriand ist, besucht St. Malo immer wieder gern.
Von der Marina haben wir einen schönen Blick auf die einzigartige Silhouette aus Fassaden und Türmen der Stadt, die wie ein steinernes Schiff in der Rance-Mündung stolz ihre Festungsmauern ins Meer schiebt. Vom Wehrgang haben wir herrliche Ausblicke über die Stadt, das Meer und die Forts.
Im 16. Jh. macht Jacques Cartier sich auf, Kanada zu entdecken, ganze Fischfangarmadas landen in Neufundland. Die alle Seestraßen abklappernden Reeder sichern der Stadt Wohlstand (Kaperfahrten, Schleich- und Sklavenhandel). Im 18. Jahrhundert untermauern die Korsaren Duguay-Trouin und Surcouf das Ansehen Saint-Malos, dessen Standarte unter der französischen Flagge weht.
Beim Spaziergang hinter den Stadtmauern zwischen den hohen Häusern können wir kaum glauben, dass die meisten nach den anglo-amerikanische Bombardements von 1944 (85 % zerstört) neu aufgebaut wurden. Nach Landung der Alliierten in der Normandie weigerte sich der damalige Festungskommandant Oberst Andreas von Aulock (+ 1968: "Ein deutscher Soldat kapituliert nicht.") zu kapitulieren.
Im Fort du Grand Bé können wir dem berühmten Schriftstellersohn Saint-Malos Chateaubriand posthum die Ehre erweisen.
Und wir Segler wissen, dass die Stadt Ausgangspunkt der Regatten Route du Rhum und Transat Québec/St Malo ist.
Und wir Segler kennen auch die hiesigen größten Gezeitenunterschiede Europas: Bis zu 16 m zwischen Niedrig- und Hochwasser. Das Gezeitenkraftwerk Usine marémotrice de la Rance, 1966 das weltweit erste seiner Art, profitiert davon.
45.000 Einwohner hat die Stadt in der Bretagne im Département Ille-et-Vilaine, einer der meistbesuchten Touristenorte Frankreichs. Seit den Römerzeiten ist die Stadt Hafen.








Höhe der Gezeit


WT über der Schwelle


Guernsey

Die Nachbarn auf Jersey bezeichnen – freilich mit Augenzwinkern – die 65.000 Einwohner Guernseys als „donkeys“, sture, spießige Esel. Wir haben nichts davon auf der zweitgrößten Insel im Ärmelkanal gemerkt.
Guernsey ist die Hauptinsel des Bailiwick of Guernsey, zu dem Alderney, Sark, Herm sowie weitere nicht zugängliche Eilande und Felsen gehören. Wichtigste Hafenstadt, Hauptstadt und Heimat etwa eines Drittels der Einwohner ist Saint Peter Port, ein richtiges Städtchen. Die Straßen mit den hübschen Häusern ziehen sich an mehreren sanften Hügeln hinauf, während das Hafengebiet mit einer langen Uferzeile einlädt, die malerische Aussicht (nicht nur auf die Yachten!) zu genießen und dem regen Treiben der Fischer beizuwohnen.
Die Oberfläche der Insel fällt von Süden nach Norden ab, zwei Welten in einer! Die Südküste steigt auf knapp 100 Meter an und präsentiert in wilder Schönheit malerische, stille Buchten zwischen dichtbewachsenen Steilhängen und kleineren pittoresken Felsformationen, an denen die Gischt bricht.
Die Küste vom Nordosten über Lihou Island hinab in den Südwesten ist größtenteils flach, man findet zahlreiche Sandstrände und von Dünen gesäumte Sandbuchten.
Das Landesinnere ist stark zersiedelt, weiß getünchte Häuschen und jahrhundertalte Höfe aus Stein werden von Wiesenlandschaften eingesäumt. Gleich ob am Rand der schmalen Straßen oder aus dem Mauerwerk, ob auf den Wiesen oder Steinlandschaften: es blüht und wuchert bunt auf Guernsey!
In zwei Stunden lässt sich die Insel mit dem Bus umrunden, auf schmalen Straßen und teilweise furchterregenden engen Kurven. Fort Pembroke ist einen Besuch wert.
Sarnia war der Name Guernseys in der Zeit des Römischen Reichs.

Die Kanalinseln sind weder Teil des Vereinigten Königreiches noch Kronkolonie, sondern als Kronbesitz "crown dependency" (Kronbesitz) direkt der britischen Krone unterstellt und damit nicht Teil der Europäischen Union. Wegen des des Golfstroms und ihrer geschützten Lage im Golf von Saint-Malo hat die Insel mildes, fast mediterranes Klima.
Da es nur sehr selten Frost gibt, gedeihen auf der Insel neben Fuchsien und


Guernseylilien (die Nationalblume der Insel)

Zypressen, Bananenstauden und Palmen.
1066 eroberte der Herzog der Normandie Wilhelm der Eroberer England und wurde englischer König. Die Kanalinseln blieben aufgrund der Personalunion zwar in königlichem Besitz, wurden aber nie Teil des Vereinigten Königreiches.
Im 17. Jahrhundert fanden auf der Insel zahlreiche Hexenprozesse statt. So gestand 1617 Collette du Mond, an einem Sabbat beim Chateau de Rocquaine teilgenommen zu haben.
Victor Hugo wurde 1851 in Frankreich inhaftiert und musste ins Exil gehen. Er ließ sich erst auf der Kanalinsel Jersey und dann auf Guernsey nieder, wo er bis 1871 in St. Peter Port im Hauteville House lebte, das heute als Museum dient und besichtigt werden kann. Im September 1883 besuchte der französische Maler Auguste Renoir die Insel, und es entstand unter anderem


Moulin Huet Bay.

Und natürlich holt uns - wie immer und überall - unsere glorreiche Geschichte ein, wenn wir die erschütternde Dokumentation im Occupation Museum besuchen.
Im Zweiten Weltkrieg befürchtete man nach der Eroberung Frankreichs einen deutschen Angriff. Deshalb internierte man die auf Guernsey ansässigen Deutschen und Österreicher. Am 20. Mai 1940 verließ das britische Schiff SS Biarritz mit 1000 Soldaten, dem Vizegouverneur und seiner Familie sowie französischen Soldaten und britischem Verwaltungspersonal die Insel. Zahlreiche Kinder evakuierte man nach England.
Am 30. Juni 1940 landeten fünf Junkers-Truppentransporter, die deutsche Wehrnmacht besetzte die Insel. Die nicht auf Guernsey geborenen britischen Staatsangehörigen internierte man im Lager Lindele in Biberach an der Riß (zu der Stadt besteht heute eine offizielle Partnerschaft). Guernsey sollte Ausgangspunkt für Angriffe gegen England werden. 1942–1945 erschien die Deutsche Guernsey-Zeitung. Auf Alderney errichten die Deutschen als Außenstelle von Neuengamme das KZ Aurigny („Lager Sylt“), in dem sie vor allem osteuropäische Zwangsarbeiter gefangen halten.
Den Befreiungstag am 9. Mai 1945 begehen die Einwohner Guernseys jedes Jahr feierlich.
32 % des Bruttosozialprodukts erwirtschaften Finanzdienstleister (Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften). Niedrige Steuern haben Guernsey als Steueroase für Private Equity Fonds populär werden lassen. Wie auch andere Offshore-Finanzzentren gerät Guernsey immer mehr unter Druck, seine Gesetze anzupassen, insbesondere was die Transparenz von Kapitalzuflüssen anbelangt. Januar 2016 legte die Europäische Kommission ein Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Steuerflucht vor, bei dem unter anderem Guernsey auf der "schwarzen Liste" der Steueroasen auftaucht.












Die Nazis auf Guernsey (siehe des admirals doku )


Brixam

Sie fällt sofort auf im Hafen von Brixam: Die "Golden Hind", massgetreue Nachbildung des Schiffes, mit dem Sir Francis Drake 1577 - 80 um den Gobus segelt.
Brixham ist ein kleines Fischerdorf mit 17.000 Einwohnern an der Südküste Devons in dem als die Englische Riviera bekannten Gebiet, dessen Fischfangfanggeschichte ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Der Brixham Fischkutter mit seinen roten Segeln war Prototyp für Fischkutter im 19. Jahrhundert.
Der Ort ist in zwei Teile geteilt, Fishtown und Cowtown, die das Erbe der Fischerei und Landwirtschaft widerspiegeln.
Wilhelm Prinz von Oranien (später König Wilhelm III. von Großbritannien und Irland) landet 1688 während der Glorreichen Revolution in Brixham mit seiner holländischen Armee und veröffentlicht die berühmte Erklärung The Liberties of England and The Protestant Religion I Will Maintain

Das "coffin house" (Sarghaus) spiegelt den Brixham-Humor wider: Als ein Herr bei einem Vater um die Hand seiner Tochter anhielt, sagte er, 'he would see her in a coffin, before she wed'. Der künftige Schwiegersohn kaufte das Sarghaus und sagte zum Vater: 'Ihre Wünsche werden erfüllt, Sie werden Ihre Tochter in einem Sarg, dem Sarghaus, sehen.' Das überzeugte den überraschten Vater, er gab einen Segen.
Verbürgt ist, dass am 28. April 1967 eine fliegende Untertasse 80 Minuten lang über Brixham in einer Höhe von 5.000 m schwebte .
In den 1890er Jahren gab es in Brixham etwa 300 Trawler, viele liegen noch im Hafen, gefolgt von Schwärmen von Möwen - einige sogar noch mit Segeln.
Schmuggeln war profitabler als Fischen, aber wenn man erwischt wurde, endete man am Galgen. Als eine Cholera-Epidemie in Brixam wütet, zogen einige Schmuggler ihre Fracht in einem Leichenwagen vom Strand hoch, begleitet von einer Schar Trauernder, die der Kutsche, gezogen von Pferden mit gedämpften Hufen, folgten.
Kriegsschiffe sind seit den Tagen der Wikinger bis 1944 zu sehen, als ein Teil der D-Day-Flotte von hier aus startet. 1588 beobachtet Brixham, wie Sir Francis Drake die spanische Armada angriff, nachdem er ein Spiel auf Plymouth Hoe beendet hatte.
Napoleon Bonaparte verbrachte als Gefangener der HMS Bellerophon mehrere Tage vor Brixham, um darauf zu warten, ins Exil nach St. Helena verschifft zu werden.






"GOLDEN HIND" - Sir Francis Drake's Schiff (siehe )


Auxilio Divino - Sic parvis magna
(Mit göttlicher Hilfe - So wird aus Kleinem Großes)







Plymouth

Plymouth, größte Stadt in Englands Südwesten, Standort der königlich-britischen Marinewerft, Anlaufpunkt zahlloser Fähren aus ganz Europa, Sitz des römisch-katholischen Bistums Plymouth. Im riesigen Hafen landen jedes Jahr tausende Besucher aus Spanien, Frankreich und vielen anderen europäischen Ländern.
Das Rot und Weiß der Streifen am Leuchtturm von Plymouth und Sir Francis Drake ziehen einen magisch an. Etwa 1 sm südwestlich liegt seine Insel Drakes Island im Plymouth Sound.
Der Marinestützpunkt Devonport im Westen der Stadt ist der größte Marinehafen Westeuropas und wichtigster Arbeitgeber.
265.000 Einwohner hat Plymouth. Vor hier aus startet die englische Flotte 1588 zum Kampf gegen die spanische Armada.
Während des Zweiten Weltkriegs ist Plymouth 1941 das Ziel von 59 als "The Plymouth Blitz" bezeichneten Angriffen der deutschen Luftwaffe, die die Stadtzentren von Plymouth und Devonport zerbomben.
Plymouth ist Startplatz zahlreicher Forschungs- und Entdeckungsreisen:
1577 Weltumseglung von Francis Drake
1620 der letzte englische Hafen, den die Mayflower auf ihrer Fahrt nach Nordamerika anläuft
1768, 1772 und 1776 Fahrten von James Cook
1831 Weltumseglung der Beagle mit Charles Darwin an Bord
1966 Weltumseglung von Francis Chichester.
Wichtigste Sehenswürdigkeit ist das hochgelegene Kalksteinplateau "The Hoe" am Nordende des Plymouth Sound, seit 1817 öffentlicher Park, der weite Ausblicke über den Plymouth Sound bietet. Die über drei Meter hohe Bronzestatue, eine Kopie der Statue in Drakes Geburtsstadt Tavistock, steht seit 1884.
Unterhalb von The Hoe liegt am Ufer der halbrunde Tinside Pool, ein 1935 im Art-déco-Stil erbautes Meerwasserschwimmbad.
Außerhalb des Stadtzentrums, gegenüber der Marina, liegt der Royal William Victualling Yard, ein Marinearsenal, Proviantmagazin für die Royal Navy. Nach Schließung 1992 baut man es in ein modernes Geschäfts- und Freizeitzentrum um.



zu Sir Francis Drake siehe










Fowey

Die Frau, geboren 1907 in London, ist wohlhabend und finanziell unabhängig, widmet sich Segeln, Reisen und Schreiben. Mit 19, nach einem Urlaub dort, lässt sich Daphne du Maurier in Fowey nieder, wird berühmt durch "Gasthaus Jamaika" und "Rebecca", die Hitchcock verfilmt. Von 1943 bis 1969 mietet sie in der Nähe ein Haus in Menabilly und stirbt 1989.
Fowey, Kleinstadt und beliebter Ausflugs- und Urlaubsort, aber auch wichtiger Seehafen. Die Stadt zieht sich 1,5 km an den steil abfallenden Hügeln hin, entlang des Westufers des Fowey bis zu dessen Mündung.
Fowey, bedeutendster Piratenstützpunkt Europas, durch den Handel mit der Beute wohlhabend geworden, wird der Ort ab 1869 zum bedeutenden Exporthafen für das in Cornwall abgebaute Kaolin.
Die Mündungen des River Fowey und des Pont Pill bilden einen geschützten natürlichen Tiefwasserhafen, unter allen Wetter- und Gezeitenbedingungen zugänglich. Der Hafen ist Heimathafen von etwa 1.500 Booten und beliebtes Seglerziel, das jährlich rund 7.000 Segelboote anlaufen.






Falmouth

Blühende Gärten, in denen exotische Pflanzen wachsen und prächtig gedeihen, Palmen und ein mildes, feuchtes Golfstromklima, hier zeigt sich der Südwesten Englands von seiner fruchtbarsten, farbenfrohsten Seite – und alles, was man über das Wetter auf der Insel gewusst zu haben glaubt, scheint plötzlich überholt. Herrschaftliche Gärten reihen sich aneinander, die einander an Üppigkeit und Farbenpracht stets zu übertrumpfen scheinen. Mitten in diesem Meer aus Blumen liegt Falmouth, eine Stadt mit 20.000 Einwohnern, die ausschließlich aus Hafen zu bestehen scheint.
Der Schoner Pickle überbrachte 1805 in Falmouth die Nachricht vom englischen Sieg und Admiral Nelsons Tod in der Schlacht von Trafalgar.
Während des Zweiten Weltkriegs war Falmouth Ausgangspunkt für den Kommandotrupp, der 1942 den deutschen U-Boot-Stützpunkt in Saint-Nazaire unter dem Decknamen "Operation Chariot" zerstörte.
Das University College Falmouth, das Studiengänge in Kunst, Design und Medien anbietet, trägt mit Studenten aus aller Welt auch zum Wirtschaftsleben der Stadt bei. Haupteinnahmequelle der Stadt ist heute der Tourismus. Mit seinen hübschen Häusern im georgianischen Stil, die Pensionen und Hotels beherbergen, und seinen Stränden hat sich Falmouth zu einem beliebten Ferienort entwickelt.
Hauptsehenswürigkeit ist das 2003 eröffnete National Maritime Museum.



Moses sattelt das Zebra und gibt ihm die Sporen gen Thürungen


Längsseits an der SPIRIT OF FALMOUTH
Lizard Point



Saint Mary's

Zu den Scillys siehe des admirals Doku









The roll of the wind
As we sail across the water
The roll of the sea
As we're taken through the night
The dimming lamp of day
Leaves the crimson foam and spray
Across the face of the mighty Atlantic

In this cradle we found love
In our lifetimes we were broken
By the spirit we were turned
Here we touched the hope divine
And in the rapture and the charm
Came the tranquil and the calm
On the rage of the mighty Atlantic

Deepest grave, supreme deceiver
Brave new worlds and cursed emotion
Let your people go, bring me a Saviour
White doves rise above the ocean

The brightness of the lights
As they stretch across the water
The excitement of the night
As we're carried through the seas
There's a welcome lies in store
The strongest arms I've ever known
In the homes of the mighty Atlantic
For the roll it is gentle
As the waves, they guide you over
Full new moon across the stern flag
Our different worlds in constant motion

The roll of the wind
As we sail across the waters
The roll of the sea
As we're taken through the night
I'm coming home it's late
And you know I just can't wait
For the shores of the mighty Atlantic

For the shores of the mighty Atlantic



Roscoff

Roscoff, die alte Korsarenstadt mit 3.400 Einwohnern, erreicht man auf der westlichen Seite der Bucht von Morlaix an Carantec und St-Pol-de-Léon vorbei nach Norden fahrend, was bei Ebbe nicht möglich ist. Deshalb laufen wir die Marina im Seehafen an.
Die Korsaren - Freibeuter mit Erlaubnisschein - und andere wohlhabende Geschäftsleute pägten das Stadtbild von Roscoff.
Das zwiebelbehängte alte, rostige Fahrrad ist Denkmal für die vielen von den Engländern "Johnnies" genannten Bretonen, welche seit dem 19. Jht. als fahrende Händler unterwegs waren. Um 1930 setzten jährlich ab Mitte August ca. 1.300 Johnnies aus der Bretagne nach England über.
Die Stadt beherbergt mit der Station Biologique de Roscoff eines der größten und bedeutendsten Forschungs- und Lehrinstitute für Meeresbiologie in Europa.
Der Hafen ist Ziel und Ausgangspunkt für Fähren der Reedereien Brittany Ferries und Irish Ferries über den Ärmelkanal und die Irische See.
Roscoff liegt am westlichen Ende der Radroute EuroVelo 4, die in Kiew endet und auf der Radroute EuroVelo 1 vom Nordkap ins portugiesische Sagres.













Im 6. Jahrhundert geht der gallische Mönch Tugdual im Val Trécor vor Anker. Er gründet ein Kloster, das zur Entstehung der Stadt Tréguier führt. Der zum Bischof geweihte Tugdual wird einer der sieben Gründungsheiligen der Bretagne, und Tréguier eine der 7 Stationen der bretonischen Pilgerreise „Tro Breiz". Ab dem 14. Jahrhundert rühmen Künstler und Kunsthandwerker die Schönheit Tréguiers.
Umrahmt von den Flüssen Jaudy und Guindy erstreckt sich Tréguier, 2.500 Einwohner, stufenförmig über bezaubernde Gässchen und kleine Plätze vom Hafen bis auf den Hügel hinauf. Unter dem Schutz der filigranen, pfeilförmigen Turmspitze der Kathedrale (auf ihr sind Kartenmotive eingraviert, weil sie mit Geld aus den Lotterien von Paris finanziert wurde!) zeugen Fachwerkhäuser von der starken intellektuellen und künstlerischen Ausstrahlung der Stadt.
Die als "Cité de Caractère" (besonders schöne und typische Stadt) klassifizierte Stadt führt uns zurück in die Atmosphäre des Wohlstands des 15. und 16. Jahrhunderts. Auf dem Place du Martray, in der Rue Renan oder der Saint-Yves Gasse laden Fachwerk und Erker dazu ein, den Blick zu den gut erhaltenen Fassaden empor zu heben. Besonders das Haus Renan fesselt die Aufmerksamkeit, denn es war Wohnort des Schriftstellers und Philosophen Ernest Renan; das Arbeitszimmer wurde nachgebildet.

Ernest Renan (1823 - 1892), Schriftsteller, Historiker, Archäologe, Religionswissenschaftler, Orientalist und Mitglied der Académie française: Wie kann man diesem rassistischen Antisemiten ein Denkmal setzen?
In seinen Études d’Histoire Religieuse (Studien zur Religionsgeschichte) behauptet er, "Semiten" sei militärischer, politischer, wissenschaftlicher und geistiger Fortschritt fremd; Intoleranz sei die natürliche Folge ihres Monotheismus, den sie den vom Polytheismus geprägten Ariern aus ihrer Kultur übergestülpt hätten. Ihr arrogantes Erwählungsbewusstsein sei seit 1800 Jahren verantwortlich für den Hass auf sie. Damit meinte er die Juden und die Muslime, im Besonderen die Araber, die wie die Juden der semitischen Sprachgruppe und Ethnie angehören. U.a. Moritz Steinschneider, jüdischer Bibliograph und Mitgründer der Judaistik, widerspricht und nennt Renans Einschätzungen antisemitisch.
1862 kam Renan bei einem Vergleich zwischen Sanskrit und Hebräisch zu dem Schluss, dass die "schreckliche Einfalt des semitischen Geistes" das menschliche Gehirn "zum Schrumpfen" bringe und es "jeder höheren geistigen Leistung gegenüber" verschließe. 1883 spricht er in einer über die vermeintliche Unfähigkeit zu wissenschaftlichen und künstlerischen Leistungen wegen "der schrecklichen Schlichtheit des semitischen Geistes, die den menschlichen Verstand jeder subtilen Vorstellung, jedem feinsinnigen Gefühl, jedem rationalen Forschen unzugänglich macht, um ihm die immer gleiche Tautologie 'Gott ist Gott' entgegenzuhalten".
Die Semiten seien "minderwertig" und unfähig, an kultureller und zivilisatorischer Entwicklung teilzuhaben. Allerdings schränkte Renan ein, dass die Juden hiervon auszunehmen seien, da sie jetzt außerhalb der jüdischen Rasse ständen und sich inzwischen "modern" umgebildet hätten.
Siehe

Über den Dächern der Stadt erhebt sich die filigrane Pfeilspitze der Kathedrale bis in 63 m Höhe. Die im 12. Jahrhundert im gotischen Stil errichtete Saint-Tugdual Kathedrale ist eine der schönsten der Bretagne.
Die spirituelle Berühmtheit Tréguiers geht sowohl auf Tugdual als auch auf Saint Yves zurück. Der 1253 in Minihy-Tréguier geborene Richter Yves Helory wurde zum Schutzpatron der Bretonen und der Anwälte, nachdem er seinen Sinn für Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit bei der Verteidigung der Armen und Benachteiligten unter Beweis gestellt hatte. Am dritten Sonntag im Mai versammeln sich viele Gläubige zur Saint-Yves-Prozession.
Tréguier ist die historische Hauptstadt des Trégor.














Chateau Le Kestellic am Le Jaudy




Saint-Quay-Portrieux mit 3.000 Einwohnern liegt an der Bucht Baie de Saint-Brieuc nahe Plouha, wo es mit 104 m die höchsten Klippen in der Bretagne gibt.
Seit dem 19. Jahrhundert ist die Küste, an der sich Strände und Inseln verteilen, auch ein schöner Badeort, der sich an die Felshänge der Bucht von Saint-Brieuc schmiegt.
Der Trockenhafen, genannt Portrieux oder Vieux Port, und die Gassen zeigen den typischen Charme eines bretonischen Hafens. Unabhängig von den Gezeiten steuern Fischerboote und Yachten den Hafen Saint Quay Port d’Armor an, den größten Tiefwasserhafen der nördlichen Bretagne. Die Dämme laden zu einem Spaziergang, untermalt vom leisen Klirren der Takelage, ein.
Saint-Quay-Portrieux ist eine Hauptstadt der Jakobsmuschel. Das Weichtier Pecten maximus ist der Star des Fischmarkts und der örtlichen Restaurants. Seeleute und Köche präsentieren uns diesen Schatz der Bucht, der vom Meer direkt auf den Teller kommt. Im April gibt es sogar ein Fest zu seinen Ehren!












Galerie schöner Bilder



Bordleben










































Allen Fotografen Dank!


Unser Vercharterer: Spitze! Hohes Lob für Yannick!




PS
2008 haben wir schon mal - leider vergebens - versucht, die Sillys zu erreichen

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